Spekulationen zur EEG-Umlage 2012

26. September 2011

Neuerdings geistern schon wieder Zahlen zur EEG-Umlage im nächsten Jahr durch die Presse. Dabei werden wir davor gewarnt, dass die Umlage auf bis zu 3,85 Cent/kWh ansteigen könnte.
Wie kommt man auf solche Zahlen?
Ganz einfach: Laut neuem EEG, das 2012 in Kraft tritt ist es den Netzbetreibern erlaubt eine sogenannte Liquiditätsreserve zu bilden. Nimmt man nun wie die FAZ  eine Liquiditätsreserve von 10 % an ergibt dies bei aktueller EEG Umlage von 3,5 Cent/kWh eine Reserve von 0,35 Cent/kWh. Rechnet man nun beide Zahlen zusammen kommt man auf die ominösen 3,85 Cent/kWh auf die dann logischerweise die Umlage steigen müsste.
Dass dies etwas an der Realität vorbeigeht ist wohl nur dem Leser bewusst, der sich etwas eingehender mit dem Thema befasst.
Denn dazu muss man wissen, wie die 3,5 Cent/kWh für 2011 zustande gekommen sind. Immer im Herbst wird von den Übertragungsnetzbetreibern eine Prognose für das kommende Jahr abgegeben und auf dieser Grundlage wird die EEG-Umlage festgelegt. Um die Prognosen zu erfüllen müssten wir in diesem Jahr z.B. eine PV-Leistung von über 26 GW erreichen (aktuelle Prognose ca. 21 GW). Nach aktuellen Hochrechnungen ist die EEG-Umlage für 2011 um ca. 0,5 Cent/kWh zu hoch angesetzt worden, was mit der Umlage für 2012 verrechnet werden wird.
Erst Mitte Oktober werden die Übertragungsnetzbetreiber bekanntgeben, welche EEG-Umlage für 2012 nach Ihren Berechnungen notwendig sein wird,
lassen Sie sich bis dahin nicht von Spekulationen verunsichern.

Fa. Kühhorn GmbH 

Quelle: Solid Newsletter 18/11
               www.solid.de

 





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